Unser Garten

Der Garten von Rosa und Gerhard Obermayr

Drachenwurz (Dracunculus vulgaris)

Seltenheit für den Garten: Drachenwurz. Das Foto entstand - relativ spät in der Blütezeit - am 4. Juni 2002

Die bei uns recht seltene Drachenwurz galt lange Zeit als eine Art des in unseren Wäldern heimischen Aronstabes. Und noch heute wird die aus Kleinasien und Südeuropa zu uns gekommene sehr dekorative Staude mit dem verwandten Aronstab verwechselt. Dabei ist die Drachenwurz (Dracunculus) aus der Familie Araceae wesentlich attraktiver.

Ab April erhebt sich bei der einzigen bei uns vorkommenden Art D. vulgaris aus den großen, fußförmig eingeschnittenen und hellgrünen Blättern eine bis zu 35 cm lange Scheide. Ihre samtartige Oberfläche leuchtet violettbraun, während die Rückseite meist gefleckt oder gestreift ist. Aus der Blütenscheide ragt ein bis zu 15 cm langer violetter Kolben, an dem die eigentlichen Blüten der Drachenwurz klein und unscheinbar sitzen.

Sie gedeiht bei uns im Halbschatten und wird bis zu 50 cm hoch. Im Halbschatten unter Laubbäumen fühlt sich die Drachenwurz besonders wohl, weil sie ursprünglich eine Waldpflanze ist.

Sie wächst aus Knollen, die bei uns nicht zur Überwinterung im Freien geeignet sind; denn Frost können sie nicht vertragen. Man gräbt sie deshalb im Herbst aus und lagert sie trocken im Keller ein. Läßt man sie im Garten, müssen sie unbedingt mit einer dicken Blattschicht abgedeckt werden.

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