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Der Garten von Rosa und Gerhard Obermayr

Kastanienseitling (Pleurotus pulmonarius)

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Der Lungenseitling (Pleurotus pulmonarius), auch Löffelförmiger Seitling oder Sommer-Austernseitling, ist ein Pilz aus der Gattung der Seitlinge (Pleurotus), er ist nahe mit dem Austernseitling verwandt, durch Kreuzungsexperimente konnte nachgewiesen werden, dass der Lungenseitling eine eigenständige Art darstellt.

Der Lungenseitling ähnelt sehr stark dem verwandten Austernseitling, wie bei diesem erscheinen die Fruchtkörper in dichten Büscheln am Substrat, wobei die Fruchtkörper des Lungenseitling kleiner und zarter als die Austernseitlings sind. Der Stiel ist kurz, bis rudimentär, die Lamellen laufen weit am Stiel herab, wobei sie sich maschenartig vernetzen. Die Oberseite der Lungenseitlinge ist heller gefärbt als beim Austernseitling, die Farbe reicht von cremeweiß bis hell beige, manchmal grau bis bräunlich. Mikroskopisch zeigt der Lungenseitling dickwandige Zellen der Lamellentrama und eine Huthautstärke von 40–50 µm (Austernseitling 90–120 µm). Im Gegensatz zum Austernseitling riecht der Lungenseitling im frischen Zustand süßlich nach Anis.

Der Lungenseitling ist ein Saprobiont und Schwächeparasit an verschiedenen Laubhölzern vor, als Substrate werden Buche, Esche, Pappel, Birken, Walnuss und Sorbus-Arten aufgeführt. Er bewohnt wie der Austernseitling boden- und luftfeuchte Wäldern, kommt aber auch außerhalb von Wäldern an entsprechendem Substrat vor. Im Gegensatz zum Austernseitling benötigt der Lungenseitling keinen Kältereiz um die Fruktifikation auszulösen, er wird deshalb auch im Sommer und Frühherbst gefunden.

Der Lungenseitling ist in der Holarktis verbreitet, er wird für Australien angegeben, Kriegsteiner stellt in Frage, ob es sich um indigene Vorkommen handelt. In Europa ist der Lungenseitling in nördlichen Gebieten (Hebriden, Skandinavien) deutlich häufiger als in westlichen und südlichen Bereichen. In Deutschland kommt der Lungenseitling weit gestreut im gesamten Gebiet vor. Bei Angaben zur Verbreitung ist zu beachten, dass er wohl häufig mit dem Austernseitling verwechselt wird.

Die Sorte fruchtet von10-25 °C. und ergibtz eine unverwüstliche und sichere Kultur auf Laubholz und Stroh und schmeckt ausgezeichnet (im Abgang leicht nussig und nach Kastanie, deshalb auch der Name Kastanienseitling, aber ohne Süße). Er ist sehr zu empfehlen besonders für Anfänger.

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