Unser Garten

Der Garten von Rosa und Gerhard Obermayr

Oregano (Origanum vulgare L.)

Aromatisch, warm und ein klein wenig bitter. Die Intensität kann sehr stark schwanken; guter Oregano schmeckt fast betäubend stark, während die an kühles Klima angepaßten Sorten oft ein sehr unbefriedigendes Aroma aufweisen.

Verschiedene Arten der Gattung Origanum sind im Mittelmeergebiet heimisch; alle davon werden als Gewürze gehandelt. Der Einfluß von Klima, Jahreszeit und Boden auf die Zusammensetzung des ätherischen Öls ist größer als die Unterschiede zwischen den einzelnen Arten.

Die wichtigsten Arten sind O. vulgare (pan-europäisch), O. onites (Griechenland, Kleinasien) und O. heracleoticum (Italien, Balkan, Westasien). Mit Oregano nahe verwandt ist der kleinasiatische Majoran, der jedoch durch das Fehlen von Phenolen in seinem ätherischen Öl einen wesentlich verschiedenen Würzwert aufweist. Manche Kultursorten (z.B. Goldoregano = Goldmajoran) zeigen ein intermediäres Aroma.

Mexicanischer Oregano stammt von der Pflanze Lippia graveolens (Verbenaceae – Eisenkrautgewächse) und ist eng mit der Zitronenverbene verwandt. Obwohl die botanische Verwandtschaft mit Oregano eher weitläufig ist, weist er einen sehr ähnlichen, aber noch stärkeren, Geschmack auf. Er wird in zunehmenden Maß gehandelt, vor allem in den Vereinigten Staaten. Sein sehr starker Geschmack macht ihn auch zu einer guten Alternative für die Blätter der außerhalb Méxicos schwer erhältlichen Jesuitentees (aber bitte nicht umgekehrt Oregano durch Jesuitentee ersetzen!).

In der mexicanischen Küche werden verschiedene Kräuter als „Oregano“ bezeichnet, wodurch eine beachtliche taxonomische Verwirrung entstanden ist. Einige als „Oregano“ in México genutzte Pflanzen sind Lippia berlandieri, Poliomintha longiflora und Plectranthus amboinicus (syn. Coleus aromaticus).

Copyright © 2000 - 2018 Rosa & Gerhard Obermayr | hosted by DIAKONESIS | powered by TYPO3