Unser Garten

Der Garten von Rosa und Gerhard Obermayr

Rosmarin (Rosmarinus officinalis L.)

Der Rosmarin ist ein stark aromatisches Gewürz (ein bißchen an Eucalyptus und Kampfer erinnernd), im Geschmack harzig und leicht bitter. Die meisten Quellen führen den Namen auf lateinisch ros marinus "Meertau" zurück. Nun wächst Rosmarin tatsächlich gerne in Küstennähe, aber ein Vorkommen in der Sprühwasserzone ist nicht charakteristisch. Es könnte sich also bei dem Namen auch um eine volksetymologische Umdeutung handeln. In Frage kommen etwa griechisch rhoóps "Strauch" und mýron "Balsam", die eine sinnvolle Benennung für den duftenden Zwergstrauch abgeben. Rosmarin ist in vielen westlichen Ländern beliebt, aber sein Gebrauch ist am verbreitetsten in den Mittelmeerländern, besonders Italien und Südfrankreich (Provençe), weniger in Griechenland. Frische Rosmarinzweige werden auch oft zu Kräuteressig empfohlen.

Anders als viele andere Blattgewürze verträgt Rosmarin längeres Kochen problemlos. Die frischen Blätter weisen einen reineren Geruch als die getrockneten auf . Man verwendet Rosmarin für Fisch, Fleisch (besonders Geflügel), aber auch Gemüse: Oft wird er für Kartoffeln empfohlen, und er eignet sich auch sehr gut zum Würzen von in Olivenöl gebratenen Zucchini, Auberginen oder Tomaten. In der italienischen Küche ist Lammfleisch ohne Rosmarin kaum vorstellbar; Geflügel wird vor dem Grillen über offenem Feuer gerne mit Rosmarinzweigen umwickelt. Einen ähnlichen Geschmack erzielt man, wenn man beim Grillen Rosmarin auf die Glut streut. Da Rosmarin zu den stärksten Blattgewürzen zählt, muß die Dosierung sehr sorgfältig erfolgen.

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