Unser Garten

Der Garten von Rosa und Gerhard Obermayr

Sibirischer Hauspaprika (capsicum annuum)

Das Fensterbrett in Sibirien

Im fernen Sibirien gibt es keine Saatgutindustrie und das ist gut so. Die Gemüsesorten und Blumen dort werden selbst gezüchten und vermehrt, so gibt es diesen scharfen Hauspaprika, der in Sibirien in fast jedem Haushalt auf der Fensterbank steht. Seit Generationen wird dort das Saatgut in der Familie und von Haus zu Haus weitergegeben.

Ausgeprägt ist daher wohl die Fähigkeit, unter schlechten Lichtverhältnissen im Winter zu gedeihen (Zentralsibirien liegt auf dem gleichen Breitengrad wie Deutschland). Der Fruchtansatz ist früh und üppig. Die rot reifenden Früchte sind länglich, wachsen aufrecht wie Zierpaprika, dabei wird die ganze Pflanze aber wesentlich größer und die Ernte ist ergiebiger. Die Früchte haben eine Schärfe um den Grad 7 - siehe Schärfeskala.

Die buschige Pflanze wird ca. 75 cm groß. Der Stamm ist glatt und die Blattachseln sind rotbraun gefärbt. Die herzförmigen Blätter werden 14 x 7 cm gross. Die Früchte der Sibirischen Hauspaprika gleichen kleinen Geschossen, wachsen senkrecht nach oben und werden ca. 3-4 x 1,5 cm groß und reifen von grün nach rot ab. Die kleinen weissen Blüten haben schöne blaue Staubgefässe! Die Pflanze ist in der Lage auch bei schlechten Lichtverhältnissen im Winter zu gedeihen. Gut geeignet für die Topfkultur.

Von allen bisher gezogenen Pflanzen, wächst die Sibirische Hauspaprika am schnellsten. Fast aus jeder Blüte entsteht eine Frucht. Der Sibirische Hauspaprika ist bestens für die Zimmerkultur geeignet!

Rezept Sambal Oelek (Chilipaste)

Ein Sambal (indon. Chilipaste) ist eine dickflüssige, ursprünglich aus Indonesien stammende Würzsauce auf Chili-Basis, die traditionell in kleinen Schälchen als Würzbeilage zu Gemüse, Huhn, Fisch und Reis gereicht wird. Das Sambal ist ein typisch indonesisches Produkt. Je nach Rezept variieren die einzelnen Zubereitungen beträchtlich in ihrer Schärfe.

Sambals werden nicht nur in der indonesischen Küche verwendet, sondern sind auch in anderen asiatischen Küchen wie der malaysischen Küche sehr beliebt. Auf den ersten Blick ein wenig ungewöhnlich ist der Gebrauch in Suriname seit dem Ende des 19. Jahrhunderts. Indonesische Kontraktarbeiter aus der Kolonie Niederländisch-Ostindien führten damals Sambals in die Küche des südamerikanischen Landes ein.

Sambal Oelek (oder Ulek): scharfes Sambal, das nur aus rohen, zerkleinerten roten Chilischoten, Salz und Essig besteht. Das indonesische Wort ulek bezeichnet eine Art Stößel, mit dem die Zutaten im Mörser zerstoßen werden:

  • eine handvoll frische Chilis
  • ein halber Teelöffel Salz
  • Weißweinessig nach Bedarf

Die eine Hälfte der Chilifrüchte von den Samen befreien, die andere Hälfte ganz lassen, alles in einen Mixer geben und pürieren.

Traditionell werden die Chilis in einem Mörser zerstößelt, aber dafür hat wahrscheinlich heutzutage niemand mehr Zeit. Salz und Essig hinzugeben und gut mischen, durch die Menge Essig die Konsistenz einstellen. Die Paste in einem Topf kurz erhitzen, in heiß ausgespülte Gläser füllen und sofort verschließen.

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