Unser Garten

Der Garten von Rosa und Gerhard Obermayr

Grasfrosch (Rana temporaria)

Der Grasfrosch ist ein Froschlurch. Im Gegensatz zu den Lurchen haben die Froschlurche einen anderen anatomischen Aufbau: sie verfügen über lange, kräftige Hinterbeine; bei einigen Arten so lang wie das Tier selbst, deren Zehen meist mit Schwimmhäuten verbunden sind.

Auch ihr Paarungs- und Laichverhalten unterscheidet sie von den übrigen Amphibien: die Weibchen legen in einer gallertartigen Masse bis zu 10000 Eier in einem Laichvorgang ab, entweder in Form von Schnüren (Erdkröten) oder in einem Paket (Froschlaich). Die Eipakete des Grasfrosches liegen zunächst am Boden und steigen dann in die wärmeren Wasserschichten auf. Bei den Kaulquappen der Froschlurche entwickeln sich im Gegensatz zu z.B. den Kaulquappen der Salamander die Hinter- vor den Vorderbeinen.

Die Grasfroschlarven sind auf der Oberseite meist dunkel mit winzigen metallisch glänzenden Punkten. Der Bauch ist kupfern gesprenkelt. Im Mundfeld befinden sich 4 untere Hornzahnreihen , die mit einer starken Lupe nach Auftropfen von Speichel leicht erkennbar sind.

Der Grasfrosch ist ein relativ plump gebauter Frosch, der eine Größe von 11cm erreichen kann. Grasfrösche können sehr unterschiedliche Färbungen aufweisen. Die Oberseite kann gelbbraun bis dunkelbraun sein. Oft mit dunklen Flecken und einem V-förmigen Zeichen im Schulterbereich. Die helle Unterseite ist ebenfalls oft gefleckt. Sie sind sehr anpassungsfähig und auch auf den höchsten Bergen häufig anzutreffen.

Durch ihr ausgeprägtes Raum-Zeit-System erscheinen sie oft zu Hunderten wie auf Kommando am Laichgewässer. Sie treffen dort in der Regel noch vor den Erdkröten schon im März ein. Die bald darauf abgelegten Laichballen sind zunächst kugelförmig, breiten sich aber meist nach kurzer Zeit fladenartig auf der Wasseroberfläche aus. Je nach Witterung, von Juli bis September, haben die Jungtiere die Metamorphose abgeschlossen und gehen an Land. Wenn sie nach 2 bis 3 Jahren noch am Leben sind, werden sie wahrscheinlich wieder unser Biotop zur Paarung aufsuchen.

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