Unser Garten

Der Garten von Rosa und Gerhard Obermayr

Blutrote Heidelibelle (Sympetrum sanguineum)

Die rote Heidelibelle ist eine sehr häufig vorkommende Großlibellenart. Man findet sie häufig an stehenden Gewässern, insbesondere kleinen Fischteichen. Wichtig hierbei ist ein intensiver Pflanzenbewuchs. Weiterhin wird sie auch in moorigen Gebieten gesichtet, wenn auch nicht so häufig, wie an offenen Steh-Gewässern. Die Männchen sind gut an dem intensiv roten Hinterleib und der entsprechend gefärbten Stirn zu erkennen. Die Weibchen sind gelb bis ocker gefärbt. Beide haben durchgängig schwarze Beine. Außer ihr besitzen nur die Sumpf-Heidelibelle und die Schwarze Heidelibelle ebenfalls schwarze Beine, welche aber eher selten vorkommen. Es kann also in der Regel bei schwarzen Beinen meist von der blutroten Heidelibelle ausgegangen werden. Alle anderen Heidelibellen besitzen nur schwarze Längsstreifen an den Beinen. Die blutrote Heidelibelle hat eine Körperlänge von ca. 35 - 40 mm und gehört damit zu den größten Heidelibellen.

Wie die meisten Segellibellen jagt die blutrote Heidelibelle von einer Ansitzwarte aus, wo man sie mit etwas Glück und Geduld sehr gut fotografieren kann. Daher gehören die Heidelibellen zu den am meisten fotografierten Libellenarten. Sie ist auch eine der häufigsten Libellenarten und ist nicht gefährdet. Sie ernährt sich meist von kleinen Insekten, die sie von der Ansitzwarte aus entdeckt und im Flug erbeutet.

Die blutrote Heidelibelle fliegt von Juni bis Oktober. Die Paarung findet im Flug bzw. an geschützten Stellen statt. Nach der Paarung werden die Eier im Flug abgeworfen. Dabei bilden Weibchen und Männchen ein Tandem.

Die Eier werden in feuchte, schlammige Bereiche abgeworfen. Hierbei bleibt das Männchen in der Nähe des Weibchens um zu vermeiden, dass andere Männchen die Eiablage verhindern. Erst im Frühjahr bilden sich die Larven aus den Eiern, aus denen sich die Libellen im späten Frühjahr bilden.

Im Hochsommer, wenn es sehr heiß ist, heben die Heidelibellen oft ihren Hinterleib (Obelisken Stellung) in Richtung Sonne. Was zunächst wie eine Turnübung ausseht, hat einen wichtigen Hintergund. Nur so kann die Libelle eine Überhitzung durch zuviel Sonneneinstrahlung vermeiden. Die meisten Ansitzpositionen liegen in der Sonne.

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