Unser Garten

Der Garten von Rosa und Gerhard Obermayr

Apatura iris (L., 1764)

Ein Glückstreffer, dass sich dieses Exemplar in unseren Garten verirrt hat. Der Schillerfalter ist sehr scheu und kaum mit der Kamera zu erwischen. Deshalb auch die nicht so guten Fotos - man nimmt eben was man hat!

Beim Großen Schillerfalter sind die Unterseiten der Flügel - vor allem direkt nach dem Schlüpfen - bunter als die Oberseiten. doch wenn die Flügel zusammengeschoben werden, ist der Schmetterling trotz (oder gerade wegen) seines Musters im Licht- und Schattenspiel des Waldes kaum zu entdecken.

Der Große Schillerfalter ist ein auffälliger Schmetterling und durchaus häufig, aber möglicherweise werden Sie ihn noch nie zu Gesicht bekommen haben. Das liegt daran, dass er sich in den Baumkronen aufhält und fast nie herunterkommt, da er sich von Honigtau der Blattläuse auf den Blättern ernährt und nicht vom Nektar krautiger Pflanzen, wie die meisten Schmetterlinge. Daher kreuzt er unser Gesichtsfeld fast nie. Nur wenn Sie im Sommer an einem steilen, mit Laubbäumen bestandenen Abhang stehen und sich mit den Baumwipfeln auf Blickhöhe befinden, haben Sie die Möglichkeit, diesen großen Falter zu entdecken.

Eine Gelegenheit, bei der er sich ausnahmsweise einmal zu uns herablässt, sind Sommerregen nach einer längeren Trockenperiode. Dann kann man diese Falter auf freien Bodenstellen (z.B. Waldwegen) bei der Aufnahme von mineralreicherem Bodenwasser beobachten.

Je nach Lichteinfall kann man beim Männchen ein blaues Schillern auf der Flügeloberseite beobachten. Es verändert sich mit dem Lichteinfall und ist mal links, mal rechts oder gar nicht zu sehen. Weibchen und Männchen unterscheiden sich bei dieser Art kaum durch ihre Größe, sondern durch die Färbung.

Die Flügelspannweite des großen Schillerfalters beträgt 55-65 mm.

Die Weibchen legen die Eier einzeln auf die Blattunterseite von Weiden ab. Nach 8 - 10 Tagen schlüpft die Raupe. Sie spinnt sich in das Blatt ein und frißt es von der Spitze her ab. Die grüne Raupe, die zwei Kopfhörner trägt, ähnelt einer Nacktschnecke. Sie überwintert an den Zweigen der Futterpflanze. Im Frühling folgen noch 2 Häutungen. Im Mai/Juni verpuppt sich die Raupe. Aus der Stürzpuppe schlüpft nach 2 - 3 Wochen der Falter.

Pro Jahr wächst also nur eine Generation heran. Die Flugzeit ist von Juli bis August.

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